Die Alte
Feuerwache...

Flohmarkt - seit 1996 monatlich im Innenhof
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In der nördlichen
Innenstadt Kölns - zwischen Agneskirche und Ebertplatz - liegt die
Alte Feuerwache, ein soziokulturelles Zentrum in Selbstverwaltung.
Die über
100jährigen Gebäude gruppieren sich um einen großen Innenhof,
der mit Platanen bepflanzt ist. Inmitten der dichtbebauten Innenstadt
ist hier
Platz für Spiel, Aktionen und Erholung.
Ehemals Hauptfeuerwache
der Stadt Köln, zu klein geworden und vom Abriß
bedroht, erkämpfte eine Bürgerinitiative aus dem Stadtteil (BINA)
den Erhalt
der Gebäude und ihre Nutzung als Stadtteil- und Kommunikationszentrum.
Seit 1978
wird die Alte Feuerwache in Selbstverwaltung durch den Verein
"Bürgerzentrum Alte Feuerwache" (BAF) genutzt.
Sie hat sich
seitdem zu einem Ort der Kommunikation und zum Treffpunkt im Stadtteil
entwickelt. Sie will selbstbestimmte Aktivi-täten ermöglichen
und dazu beitragen, gesellschaftlich verursachte soziale und kulturelle
Benachteiligungen auszugleichen.
Die Alte Feuerwache stellt Räume und Infrastruktur selbstorganisierten
Gruppen, Initiativen und Vereinen aus den Bereichen Politik, Kultur, Gesellschaft
und Gesundheit zur Verfügung.
Es gibt Angebote
für Kinder, Mädchen, Jugendliche, kulturelle und politische
Veranstaltungen, soziale Beratungen, handwerkliche und künstlerische
Betätigungsmöglichkeiten, Ausstellungen und Performances. Stadtteilprojekte
und stadtweite Netzwerke werden unterstützt und eigene Projekte im
Bereich
Gemeinwesenarbeit durchgeführt.
Hier finden Einzelne und Gruppen, junge und alte Menschen, Menschen vieler
Kulturen Raum zu Begegnung und Aktion.
Die Alte
Feuerwache nimmt Impulse des Stadtteils auf und wirkt umgekehrt in
den Stadtteil hinein, sie gibt Anstöße zur Entwicklung und
Belebung der
Stadtteilkultur.
So hat sich die Alte Feuerwache zu einem kulturellen und sozialen Raum
entwickelt, der aus Köln nicht mehr wegzudenken ist.

Karneval 2002
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...und
der Stadtteil
Der Stadtteil
- das ist zunächst das Agnesviertel, in dessen Mitte die Alte Feuerwache
liegt und mit dem sie identifiziert wird, dann der Eigelstein mit dem
Ursulaviertel und der MediaPark.
Die Bevölkerung
dieser Viertel setzt sich sozial und kulturell sehr
unterschiedlich zusammen. Der Eigelstein ist geprägt von sozialer
Armut und kulturellem Reichtum, städtebauliches Sanierungsgebiet
mit dem höchsten Ausländeranteil in der Innenstadt; das Viertel
hat kaum Grünflächen, weist eine hohe Bebauungsdichte und ein
unverwechselbares Milieu auf. Das Agnesviertel wurde teilweise von seiner
Bausubstanz her aufgewertet und wird von BildungsbürgerInnen und
BeamtInnen bewohnt; teilweise ist es noch ein ArbeiterInnenviertel mit
alter Bau- und Wohnungssubstanz. Der MediaPark auf dem Gelände des
ehemaligen Güterbahnhofs Gereon in unmittelbarer Nachbarschaft zur
Alten Feuerwache zieht neue, einkommensstarke Bevölkerungsgruppen
an. Sie wohnen in neuen oder aufwendig sanierten
Wohnungen neben alteingesessenen MieterInnen in alter Bausubstanz. Die
Bevölkerungsstruktur ändert sich hier grundlegend; der Wandel
ist noch nicht
abgeschlossen.
So liegt die Alte Feuerwache in einem Stadtteil, in dem verschiedene soziale
Gruppen und Kulturen, Lebensstile und Generationen aufeinandertreffen,
in
dem Altes und Neues, Arm und Reich oft Mauer an Mauer dicht beieinander
liegen.
Diese kulturelle
und soziale Vielfalt wird auch in das Zentrum hineingetragen und spiegelt
sich in Leben, Nutzung und Angeboten der Alten Feuerwache wieder.
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