Wer wir sind und was wir wollen...
Sommerfest 1986 - Kopfüber in die Selbstverwaltung
Demokratische Praxis als ständiger Versuch.
Die Alte Feuerwache ist ein komplexer soziokultureller Organismus. Hier haben Menschen einen Raum für sich gefunden, die sonst kaum einen öffentlichen Platz haben, an dem sie verweilen und die Begegnung mit Anderen und Anderem genießen können, und die das Leben in der Alten Feuerwache in vielfacher Weise mitgestalten.
Hier herrscht Vielfalt der Nutzergruppen, der Ziele und Arbeitsformen, der Aufenthaltsmöglichkeiten, der Bereiche und Räumlichkeiten.
Was das Besondere der Alten Feuerwache ausmacht: Sie hält für BesucherInnen und NutzerInnen nicht nur einen Strauß von Arbeits- und Freizeitangeboten mit vorgegebenen Inhalten, Zielen und Organisationsmustern bereit. Sie ist auch, und das vorrangig, Freiraum mit der Möglichkeit zu eigenem Handeln.
In diesem Raum schaffen sich BesucherInnen und NutzerInnen ihre OAngebote¹ selber. Sie selbst bestimmen, was ihnen wichtig ist und woran sie arbeiten möchten. Die Alte Feuerwache unterstützt sie dabei mit Rat, Tat, Raum und Material.
Dem Ziel, selbstverantwortlich zu handeln, entspricht die Organisationsform des Zentrums, die Selbstverwaltung, sie ist grundlegendes Element der Alten Feuerwache.
Selbstverwaltung ist Selbstbestimmung. Schwierig ist es schon, eigene Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und anzuerkennen, noch schwieriger, die der anderen anzuerkennen, erst recht schwierig, die eigenen mit denen der anderen gemeinsam zu verwirklichen. Auf dem Weg zu Lösungen treten notwendigerweise auch Probleme auf: Konflikte, Spannungen, Unvereinbarkeiten.
Selbstverwaltung ist der ständige Versuch, die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der Vielen so zu organisieren, daß sie gemeinsames Handeln zulassen.
