Selbstorganisierte Gruppen in der Alten Feuerwache

TTE-Bücherei Seit 1990 gibt es die TTE-Bücherei; mit über 10.000 Büchern und einem umfangreichen Zeitungsarchiv zu den Schwerpunkten Feminismus, Anarchismus, Belletristik, Kölnspezifisches - nun auch mit Online-Katalog.

Die Alte Feuerwache ist aus dem Engagement selbstorganisierter Gruppen und Initiativen hervorgegangen. Aufbau, Organisation und Inhalte der Alten Feuerwache wurden durch die Gruppen und Initiativen bestimmt. Vor allem politische Initiativen, Selbsthilfegruppen und Gruppen aus dem Bereich Tanz und Theater nutzen Räume und Infrastruktur des Zentrums. Der offene Charakter gibt den Gruppen die Möglichkeit, sich selbstverantwortlich zu organisieren und selbstbestimmt zu arbeiten.

Die Arbeit der Gruppen und Initiativen ist Teil des Angebots der Alten Feuerwache: Sie führen Beratungen durch, initiieren und organisieren politische Veranstaltungen, organisieren Jugendtreffs, Frauengruppen und vieles mehr. Die Gruppen arbeiten mit den einzelnen Bereichen und anderen Nutzergruppen der Alten Feuerwache zusammen; sie treffen sich, tauschen sich aus, schließen sich zusammen. Die Gruppen bringen Lebendigkeit und Farbe ins Zentrum.

Seit 1999: Antifaschistischer Treffpunkt und Veranstaltungskneipe im Offenen TreffSeit 1999: Antifaschistischer Treffpunkt und Veranstaltungskneipe im Offenen Treff

In der Alten Feuerwache werden drei Arten von Raumnutzung unterschieden:

Die Einzelnutzung für einmalige oder sporadisch stattfindende Treffen und Versammlungen. Diese Anfragen werden in der Regel sofort im Info-Büro entschieden.

Die regelmäßige und länger andauernde Nutzung von Räumen durch selbstorganisierte Gruppen. Hierüber entscheidet die Raumgruppe im Rahmen der Konzeption. Vorrang haben offene Gruppen aus dem Stadtteil, finanziell schwache Gruppen, Gruppen, die über das Zentrum hinauswirken, Gruppen mit gesellschaftspolitisch relevanter Zielsetzung, Gruppen, deren Arbeit Hilfe für Benachteiligte bedeutet, Gruppen mit soziokulturellem Ansatz, Selbsthilfegruppen. Bei Ablehnung eines Antrages auf Raumnutzung gibt es für die Gruppe die Möglichkeit des Widerspruchs und einer Entscheidung auf Vorstandssitzungen oder Vollversammlungen. Die Gruppen, ihre Arbeit und ihre Angebote werden im monatlichen Programm bekanntgegeben.

Entstehung der Klagemauer im Golfkrieg 1991: Walter Herrmann mit der Klagemauer zwischen Domplatte und Alter FeuerwacheEntstehung der Klagemauer im Golfkrieg 1991: Walter Herrmann mit der Klagemauer zwischen Domplatte und Alter Feuerwache Die Kölner Klagemauer für Frieden und Völkerverständigung auf der DomplatteDie Kölner Klagemauer für Frieden und Völkerverständigung auf der Domplatte Aktion gegen den Verkauf von Teakholzmöbeln - Köln, Sommer 2001. Robin Wood ist eine der fünf umwelt- und verkehrspolitischen Initiativen, die Büroräume im Südtrakt nutzenAktion gegen den Verkauf von Teakholzmöbeln - Köln, Sommer 2001. Robin Wood ist eine der fünf umwelt- und verkehrspolitischen Initiativen, die Büroräume im Südtrakt nutzen

Die Nutzung von Büroräumen durch Initiativen. Es handelt sich hier um die Überlassung einiger Räume, die als Gruppenräume nicht nutzbar sind.

Teilweise teilen sich auch mehrere Initiativen einen Büroraum. Über die ständige Nutzung von Büroraum in der Alten Feuerwache entscheidet nur die Vollversammlung. In der Regel besteht mit diesen Initiativen eine über Jahre gewachsene Zusammenarbeit.

Seit den einschneidenden Zuschußkürzungen seitens der Stadt Köln im Jahr 1993 hat sich in der Raumvergabe der Alten Feuerwache ein Wandel vollzogen: Neben der preiswerten Raumvergabe an selbstorganisierte Gruppen werden neue Nutzerkreise angesprochen, die in der Lage sind, höhere Nutzungsgebühren zu zahlen. Dazu gehören Bildungswerke, Stiftungen und ausgewählte Betriebe. Ihnen werden die Räume für Kurse, Bildungsurlaube, Fortbildungen und Tagungen angeboten. Außerdem wird ein Raum für kleine private Feiern zur Verfügung gestellt. Die Einnahmen aus der Raumvergabe decken einen großen Teil der Eigeneinnahmen ab, die die Alte Feuerwache erbringen muß, will sie ihr Angebot an kulturellen und politischen Veranstaltungen, pädagogischen, sozialen und handwerklichen Angeboten aufrechterhalten.