Info / Diskussion

- 17 Sa
16 Fr
11:00 -20:00 UHR | BÜHNE | EINTRITT FREI

Akademie der Künste der Welt | Perverse Decolonization

 

Final Research Meeting

Mit AVITAL BARAK, YAU CHING, SADDIE CHOUA, KETI CHUKHROV, EKATERINA DEGOT, ANDRZEJ LEDER, SUSANNE LEEB, GEORGY MAMEDOV, JOAR NANGO, DAVID RIFF, KONRAD SCHILLER, JOSHUA SIMON, JAN SOWA und weitere

 

Es heißt, der Nationalismus sei der Sumpf, in den sich politische Bewegungen zum Sterben zurückziehen. Inwieweit trifft das auf die Befreiungskämpfe gegen die koloniale Unterdrückung zu, und wie können wir ihr „Leben nach dem Tod” beschreiben? Auf welche Weise vereinnahmen neue virulente Formen von Identitätspolitik emanzipatorische Narrative und verkehren sie in ihr pervertiertes Gegenteil? Und wie wirkt sich diese Vereinnahmung auf Repräsentationspolitiken aus? Diese und viele weitere Fragen wurden im internationalen Forschungsprojekt Perverse Decolonization bisher zur Sprache gebracht. Das Projekt mündet in einem zweitätigen Forschungstreffen in Köln, das sich weiterhin mit der verfahrenen Situation und den Dilemmata politischer Subjektivitäten unter post- und neokolonialen Bedingungen auseinandersetzt und dabei nach Auswegen aus der Sackgasse der Identität sucht. In Expertenbeiträgen werden die Themen der bisherigen Forschungstreffen in Warschau (Polen), Holon (Israel), Hong Kong (China) und Chicago (USA) aufgegriffen und öffentlich zur Diskussion gestellt. Eine Lecture Performance des Projektteilnehmers JOAR NANGO reagiert auf die Projektthemen, während die abschließende Podiumsdiskussion die Zukunftsperspektive eines „verworrenen“ bzw. „schmutzigen“ Universalismus erörtert und mit dem Publikum zur Diskussion stellt.

 

Symposium in englischer Sprache

Das Seminar ist öffentlich, jedoch ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Es wird daher um Anmeldung bis 9.11.2018 unter pd@academycologne.org gebeten.

 

Zeitplan Final Research Meeting

 

FR 16.11.2018

11:00 – 11:30 Einführung von Ekaterina Degot (Moscow/Graz) und David Riff (Berlin)
11:30 – 13:00 A Post-Colonial Poland? von Andrzej Leder (Kraków), Jan Sowa (Warsaw), NN
13:00 – 14:30 Post-Colonial Perversities and Plasticities of Zionism von Avital Barak (Tel Aviv), Joshua Simon (Philadelphia), NN
14:30 – 15:30 Pause
15:30 – 17:00 Post-Colonial Display and Identitarian Takeover in Western Europe von Susanne Leeb (Berlin/Lüneburg) und Ana Teixeira Pinto (Berlin)
17:00 – 18:30 Diskussion mit den Partizipierenden von Perverse Decolonization
18:30 – 20:00 Lecture Performance Towards nomadic hybridity von Joar Nango

 

SA 17.11.2018

11:00 – 13:00 Besuch der Ausstellungen von Saddie Choua im Richas Digest und Janek Simon im kjubh Kunstverein e.V.
13:00 – 14:30 Representation and Hegemony in the Post-Colony von Yau Ching (Hong Kong), NN
14:30 – 16:00 Post-Soviet Universalism and its Limitations von Keti Chukhrov (London/Moscow) und Georgy Mamedov (Bishkek)
16:00 – 16:30 Pause
16:30 – 18:00 Öffentliche Podiumsdiskussion Toward A Dirty Universalism Beyond the Politics of Identity mit den Partizipierenden von Perverse Decolonization

 

Im Laufe des Projekts hat die Akademie der Künste der Welt/Köln drei neue Kunstwerke in Auftrag gegeben. Die Arbeiten von Today is the shortest day of the year but somehow hanging around with you all day makes it seem like the longest von SADDIE CHOUA, Towards nomadic hybridity von JOAR NANGO und 1985 von JANEK SIMON werden im November in Köln zu sehen sein.

 

Veranstalter: Akademie der Künste der Welt www.academycologne.org/de


Institutionelle Partner:
Ujazdowski Castle Centre for Contemporary Art, Warschau (Polen)
Para Site, Hongkong (China)
The Israeli Center for Digital Art, Holon (Israel)
Reva and David Logan Center for the Arts, Chicago (USA)
Tensta Konsthall, Spånga (Schweden)
Württembergischer Kunstverein, Stuttgart (Deutschland)

 

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

 

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