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01 Sa
14:00 UHR | GROSSES FORUM | EINTRITT FREI

Armut in einem reichen Land – ein Widerspruch?

 

Buchvorstellung

Wissenschaftliche Studien informieren in immer kürzeren Abständen darüber, wie Armut hierzulande in allen denkbaren Varianten wächst: Kinderarmut, Altersarmut, „working poor“, Zunahme von Obdachlosigkeit, Not der Alleinerziehenden, Ost-West-Gefälle und nicht zuletzt die berühmte Schere bei Einkommen und Vermögen…

Armutsforschung hat sich längst etabliert, diskutiert kontrovers über die (drohende) gesellschaftliche Spaltung, über „abgehängte“ Bevölkerungsteile oder darüber, ob es „uns“ nicht doch relativ gut geht. Eine neue Analyse will Grundannahmen der Debatte in Frage stellen: „Der soziale Staat“ (VSA, Herbst 2018), verfasst von den Bochumer Sozialwissenschaftlern Renate Dillmann und Arian Schiffer-Nasserie.

 

Ihre Thesen:

  • Armut ist kein Widerspruch zur sozialen Marktwirtschaft, sie gehört notwendig dazu.
  • Sie ist kein Versäumnis der Sozialpolitik, diese beruht vielmehr auf der Armut derer, die der soziale Staat fördert und fordert.
  • Das neue Ausmaß widerspricht deshalb auch nicht dem Wirtschaftswachstum „in einem reichen Land“. Im Gegenteil: Die Agenda-2010-Politik hat das heutige Armutsniveau zielstrebig hergestellt, um die Bevölkerung für den Konkurrenzkampf der deutschen Exportnation herzurichten.

Diese und andere Thesen werden bei der Buchpräsentation zur Diskussion gestellt. Sie ist offen für alle Interessenten.

http://renatedillmann.de/

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